Ostern - Verbringen Sie Osterurlaub in Polen!



Ostern 2011 Osterurlaub


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Ostern 2011
Osterurlaub in Polen

Verbringen Sie Ihren Osterurlaub doch mal in Polen! Erleben Sie einmalige Ostern in einem unserer Ferienobjekte an der Ostsee, in Masuren oder den Bergen.

Auf dem Nachhauseweg darf man nicht zurückschauen und kurz vor Sonnenaufgang muss die Schwelle des Hauses erreicht sein - das Osterwasser soll angeblich Gesundheit und Kraft bringen. Der Karfreitag ist als der Todestag von Jesu Christi ein strenger Fasten- und Trauertag. An diesem Tag, ähnlich wie in Österreich, hat sich der Brauch des Heiligen Grabes etabliert. Dabei wird der "tote Jesus" im Anschluss an die Karfreitagliturgie in einer feierlichen Prozession in sein Grab gelegt. Für die Gläubigen beginnt das Wachen an den symbolischen Grabstätten Jesu, die sich in jeder polnischen Kirche befinden. Der Besuch des Grabes gehört zur Vorbereitung auf das Fest und ist für die Polen eine Selbstverständlichkeit. An diesem Tag wird auch die letzte Kreuzwegandacht abgehalten. Zuhause dagegen beginnen die Frauen die Osterspeisen vorzubereiten. Am darauffolgenden Samstag müssen die wichtigsten Speisen fertig sein, denn an diesem Tag bringt man sie in die Kirche, um sie weihen zu lassen. Diese Aufgabe übernehmen meistens die Kinder. In den gefüllten und geschmückten Körbchen befinden sich bunte Ostereier, Brot, Salz, ein aus Butter gepresstes oder aus Zucker gegossenes Lamm, Kuchen und Meerrettich. Das Bild ergänzen Buchsbaumzweige und eine reich bestickte Serviette. Am Karsamstag wird Abschied von den traditionellen Fastenspeisen - dem Hering und der sauren Mehlsuppe genommen. Zur allgemeinen Belustigung werden in manchen Gegenden Polens der Hering und ein Suppentopf mit "Zur" an einem Baum aufgehängt. Am Ostersonntag feiern die Polen früh die Auferstehungsmesse. Erst nach dem Kirchgang wird gefrühstückt. Das Osterfrühstück ist die wichtigste Mahlzeit am diesem Tag, zu der bereits Gäste eingeladen werden. Auf den Tisch kommen die Speisen aus dem geweihten Korb und vieles mehr: Brot, bunte Ostereier, typische polnische Weißwurst mit Cwikla(Rote Beete mit Meerrettich vermischt), Schinken, Aufschnitt, Pasteten, Gemüsesalat und zum Dessert Baby (Hefekuchen), Pascha (eine Art Käsekuchen), Mohnkuchen und der typische Osterkuchen in Polen - der Mazurek (siehe auch Rezept). Zu Beginn des Frühstücks teilen sich die Anwesenden ein geweihtes Ei und wünschen sich gegenseitig Gesundheit und Glück. Das Frühstück dauert sehr lange, oft bis in die Mittagszeit hinein. Nur die Kinder bleiben nicht am Tisch, sondern suchen nach Süßigkeiten, die der Osterhase versteckt hat. Ein weiterer lebender Brauch des polnischen Osterfestes ist der Ostermontag mit seinem Smigus-Dyngus. Der Ursprung dieser alten Tradition ist nicht eindeutig. Einerseits greift man hier auf heidnisches Brauchtum zurück und den Glauben an die reinigende Kraft des Wassers. Andererseits vermuten viele den Ursprung in der Taufe des polnischen Fürsten Mieszko I. im Jahre 966, die an einem Ostermontag stattfand. Begleitet von Schreien, Lachen und Scherzen begießen sich die Menschen gegenseitig mit Wasser, wobei die Menge durchaus in Eimern gezählt werden kann.

Ostern ist neben Weihnachten das wichtigste Fest im Kirchenjahr. Die es begleitenden Bräuche und Sitten haben eine lange Tradition. Viele von ihnen weisen auf heidnisches Brauchtum zurück. Ihre Einhaltung festigt in den Menschen das Bewußtsein der Tradition und ermöglicht eine würdige Vorbereitung auf das Fest. Dem Osterfest geht eine 40-tägige Fastenzeit voraus, die am Aschermittwoch beginnt. An diesem Tage bestreuen die Priester die Stirn der Gläubigen nach jeder Messe mit geweihter Asche und sprechen dabei die Worte aus: "Gedenke, o Mensch, du bist Staub, und zum Staube kehrst du zurück". Zum Streuen benutzt man die Asche der Palmen vom Palmsonntag des vergangenen Jahres. Die Asche gilt in der katholischen Religion als Symbol der Vergänglichkeit, der Buße und der Reue. Früher als Putzmittel verwendet, ist sie auch das Symbol für die Reinigung der Seele. Die Menschen sollen in dieser Zeit enthaltsam leben, auf den Konsum von Alkohol und Fleisch verzichten. Dem Osterfest gehen die Feierlichkeiten der Karwoche voraus. Sie werden eingeleitet durch den Palmsonntag. Die Palmen erinnern an den feierlichen Einzug Christi nach Jerusalem. Den echten Palmenzweig ersetzt man in Polen durch Weidenzweige, die mit Blumen, Bändern und Blättern geschmückt werden. Die schönsten Palmen (manche erreichen bis 8 m Länge) sind wahre Kunstwerke. Während einer Heiligen Messe werden sie geweiht und anschließend in einer Prozession durch die Orte getragen. Man glaubt, dass eine hinter ein Heiligenbild gesteckte geweihte Palme den Einwohnern des Hauses Glück und Wohlergehen bringt. Gesundheit und Glück sollen auch die symbolischen Schläge mit Weidenzweigen sichern und die Tapfersten versuchen, um sich vor Kopf- und Halsschmerzen zu schützen, die Weidenkätzchen zu schlucken. Bis heute kann man polnische Bauern beobachten, die die geweihten Palmen in ihre Felder als Schutz gegen Gewitter und Hagel stecken. Ab Karmittwoch finden die aus Mittelalter stammenden Mysterienspiele statt. Dabei wird durch Laienschauspieler in ergreifender Weise der Leidensweg Christi auf seinem Kreuzweg dargestellt. In Polen befinden sich auch symbolische Kalvarienberge (Kalvaria = Ort der Kreuzigung Christi). Berühmt sind die Mysterienspiele in Zebrzydowice, Góra Kalwaria und Wejherowo. Am Gründonnerstag wird in der Kapelle des Paulinerklosters in Tschestochau das Marienbild neu eingekleidet. Das Paulinerkloster auf dem "Hellen Berg" ist der wichtigste religiöse Wallfahrtsort in Polen, und die Mutter Gottes von Tschestochau ist laut polnischem Katholizismus die Königin Polens. Am Gründonnerstag wechseln die Mönche das Kleid und die Krone des Gnadenbildes. Dies ist auch der Tag an dem die Würdenträger der Kirche die Füße von armen Gemeindemitgliedern waschen. Erinnert wird dabei an die Geschichte, als Jesus seinen Jüngern die Füße wusch. In manchen Gegenden Polens, z.B. um Zakopane, finden in der Nacht von Donnerstag auf Freitag rituelle Waschungen in Flüssen oder Bächen statt.

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Osterurlaub in Polen - Ostern 2011
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